Hans-Dieter Manhartsberger

Galerie

Schon seit vielen Jahren befasse ich mich hauptsächlich mit der künstlerischen Wiederbelebung von ausgedienten technischen Komponenten. Es ist mir dabei ein Anliegen, die verborgene Ästhetik dieser Teile ans Tageslicht zu bringen und denen ein Denkmal zu setzen, die diese Dinge erdacht haben. Dabei tauchen auch immer Erinnerungen an die Artefakte früherer Kulturen auf, die ich in die Arbeiten einfließen lasse. In der Designlinie „upC“ verwende ich Teile aus alten Computern, die ich dann neuen, nützlichen Verwendungen zuführe. So werden aus ausgedienten Netzteilen außergewöhnliche Lautsprecher oder Radios. Hervorheben möchte ich noch, dass allen Arbeiten eine gewisse Ironie innewohnt, die die Techniklastigkeit unserer Zeit in Frage stellen soll. Ein besonderes Anliegen ist mir die Interaktivität meiner Arbeiten. Das ist im gerade abgeschlossenen Zyklus „Kreuzzeichen“ konsequent durchgezogen. Das Bild mit dem Kopf einer javanischen Tänzerin stammt aus einer Kooperation mit dem indonesischen Stencil- Artist Digie Sigit.

Hans-Dieter Manhartsberger

Galerie

Schon seit vielen Jahren befasse ich mich hauptsächlich mit der künstlerischen Wiederbelebung von ausgedienten technischen Komponenten. Es ist mir dabei ein Anliegen, die verborgene Ästhetik dieser Teile ans Tageslicht zu bringen und denen ein Denkmal zu setzen, die diese Dinge erdacht haben. Dabei tauchen auch immer Erinnerungen an die Artefakte früherer Kulturen auf, die ich in die Arbeiten einfließen lasse. In der Designlinie „upC“ verwende ich Teile aus alten Computern, die ich dann neuen, nützlichen Verwendungen zuführe. So werden aus ausgedienten Netzteilen außergewöhnliche Lautsprecher oder Radios. Hervorheben möchte ich noch, dass allen Arbeiten eine gewisse Ironie innewohnt, die die Techniklastigkeit unserer Zeit in Frage stellen soll. Ein besonderes Anliegen ist mir die Interaktivität meiner Arbeiten. Das ist im gerade abgeschlossenen Zyklus „Kreuzzeichen“ konsequent durchgezogen. Das Bild mit dem Kopf einer javanischen Tänzerin stammt aus einer Kooperation mit dem indonesischen Stencil- Artist Digie Sigit.

Aktuelles Projekt

Meine Beteiligung an der Ausstellung: „CRUX – das Symbol des Kreuzes“ im Diözesanmuseum Brixen im Sommer 2013 hat meine Aufmerksamkeit auf das Thema der Rezeption des Kreuzsymbols in unserem Kulturkreis gerichtet. In dieser Ausstellung wurden zeitgenössische Arbeiten zum Thema „Kreuz“ gezeigt, im Ambiente des Ausstellungsraumes konnte man sich aber nicht dem Eindruck der Darstellungen aus der Vergangenheit entziehen. Dabei konnte ich die Beobachtung machen, dass fast alle KünstlerInnen der aktuellen Ausstellung auf die explizite Darstellung des Leidens Christi verzichtet haben. Sie konzentrierten sich eher auf die bildliche Ausdruckskraft des Kreuzes als Zeichen oder brachten es in Relation zu Lebenssituationen und örtlichen Gegebenheiten. Die Darstellungen aus gar nicht so lange zurückliegenden Zeiten in der unmittelbaren Umgebung des Ausstellungsraumes sind dagegen sehr realistisch bis drastisch, sollten sie doch im Beschauer das Empfinden der Mitschuld am Leiden Christi suggerieren.

Im Spannungsfeld dieser gegensätzlichen Vorstellungen entwickelte sich in mir zunächst die Idee, einen Kreuzweg zu gestalten, der sich auf eine eher behutsame Weise diesem Thema nähern sollte, ohne die Thematik der auferlegten Mitschuld zu berühren. In weiterer Folge erkannte ich aber, dass schon der Titel „Kreuzweg“ die traditionellen Vorstellungen in den Raum trägt und ich habe mich daher entschlossen, den neutraleren Titel „Kreuz – Zeichen“ zu wählen. Im Zuge der meiner Befassung mit dem Thema ist mir aufgefallen, in wie vielfältiger Weise wir im täglichen Leben mit der Form des Kreuzes konfrontiert sind. Es kommt in der Natur genauso vor, wie in künstlichen Produkten, teilweise offenkundig, teilweise in zunächst verborgenen Strukturen. Obwohl nicht als Objekt der Meditation gedacht, entstand aus der Serie zuletzt (in absichtsloser Absicht) wieder etwas wie ein Kreuzweg, der seinen religiösen Urgrund nicht verleugnen kann.

Grundmaterial für alle Exponate sind Leiterplatten (Motherboards) aus ausgedienten Computern, die ich nach Entfernung der Bestückung geschliffen und poliert habe. Dadurch werden die verborgenen Strukturen auf diesen Platten sichtbar und lassen die Energien und Informationen erahnen, die einmal durch diese filigranen Leitungen geflossen sind. Die kupferfarbige metallische Oberfläche erinnert an die Bronzetafeln an alten Kirchentüren oder goldgefasste Ikonen der Ostkirche.

Als Erinnerung an die einst hochtechnische Funktion dieser Platten sind in alle Bilder elektronische Schaltungen eingebaut, die auf die Annäherung eines Besuchers reagieren und Licht- oder Bewegungsfunktionen auslösen. Nach einigen Minuten schalten sie sich wieder aus bis sie von jemandem aktiviert werden.

In jedes der Bilder ist ein Objekt oder eine Manifestation in Kreuzform integriert, wobei ich bewusst auf zu alltägliche Darstellungen verzichtet habe. Die eingebauten Objekte stammen aus der Natur, aus weggeworfenen Geräten und Gebrauchsgegenständen und kommen in den Bildern zu neuem Leben.

Tafeln: 24 x 24 cm. Leiterplatten, geschliffen und poliert auf Holzunterlage. Interaktive elektronische Schaltungen. 2013 – 2019
Bild aus Ausstellung Brixen: Kreuzreliquie 22×22. Verschiedene Materialien, elektronische Effekte. 2003

History

Beispiele aus Schaffensperioden seit 1972.

Schmuckobjekte

Natürliche und technische Materialien verbinden sich zu tragbaren Schmuckstücken.

Karten

Meine Heimat aus einem besonderen Blickwinkel.

Kleinplastik

Spielerische Auseinandersetzung mit verschiedenen gefundenen Materialien.

Projekt upcycling

Alle Objekte (Lautsprecher und Radios) wurden aus recyceltem Material hergestellt und sind voll funktionsfähig.

Viele der abgebildeten Objekte sowie weitere können käuflich erworben werden. Preise und Verfügbarkeit auf Anfrage.